Menschenversuche: Von den IG Farben der Nazis zur EU und den USA

Menschenversuche: Von den IG Farben der Nazis zur EU und den USA

Unter Menschenversuche versteht man medizinische und psychologische Experimente an lebenden Menschen. In der Regel fallen dem Durchschnittsbürger sofort die teuflischen Experimente der Nationalsozialisten in der Person des Dr. Josef Mengele ein. Kaum wird allerdings beleuchtet in welchen Auftrag er diese Versuche durchführte bzw. wer genau davon profitierte. Nachweislich ist es heute dokumentiert dass es im Falle der Nationalsozialisten der deutsche Konzern I.G. Farben (Chemiekonzern) war, der nach Kriegsende in mehrere Konzerne gesplittet wurde. Als offizielle Nachfolgeunternehmen wurden im Juni 1952 benannt: Agfa, BASF, Cassella Farbwerke, Huels (Chemische Werke Hüls AG, Marl), Bayer AG, Hoechst AG, Duisburger Kupferhütte AG, Kalle, Wacker-Chemie München, Dynamit AG Troisdorf, Wasag Chemie AG.

Drei Dinge sind im Leben eines Menschen wichtig. Erstens: Menschlichkeit. Zweitens: Menschlichkeit. Und drittens: Menschlichkeit.

Henry James (1843-1916), amerik. Schriftsteller

Wer glaubt das dieser Wahnsinn alleine von den Nazis betrieben wurde irrt sich dabei leider gewaltig. Menschversuche werden von der Pharmaindustrie in Kooperation mit Regierungen und Militärs weltweit durchgeführt, teilweise mit der Zustimmung von Testpersonen aber zum größten Teil auch in den Ländern der Dritten Welt. Zweitere sind deshalb optimal für die Konzerne da man Regierungen leicht bestechen kann und dieses meist auch nicht viel kostet. Rechtliche Konsequenzen tauchten bisher eher selten auf und wenn dann endeten sich Großteils in Vergleichen so dass die Kosten für die Konzerne meist gering ausfielen und man sogar von einem lohnenden Geschäft sprechen könnte.

Auch in Europa dominiert die Pharmaindustrie den Bereich der Menschenversuche auf schockierende Art und Weise.  Es werden z.B. Politiker mit tollen Jobs nach ihrer Politikerlaufbahn geködert oder werden unter Umständen ganz einfach erpresst in dem man mit der Schließung von Betriebsstandorten droht welches natürlich für die Politik mehr Arbeitslose bedeuten würde. Die gängigste Art und Weise ist jedoch die Korruption die in etwa so aussieht, dass durch Lobbyisten durchwegs völlig „legal“ ganze Gesetzesvorlagen das EU-Parlament passieren können. Nachweislich handelt es sich hier oft um Medikamente welche z.B. in den USA wegen massiver bzw. tödlicher Nebenwirkungen aus dem Verkehr gezogen werden mussten oder auch um Medikamente über welche es gar keine Langzeitstudien gibt in den man vielleicht noch einen Schaden für die Konsumenten verhindern könnte. Es handelt sich hier also um riesige Menschversuche welche sogar noch von den Kunden finanziert werden. Wer für Folgeschäden haftet scheint die Pharmaindustrie als auch ihren Günstlinge wenig zu interessieren solange der eigene Umsatz maximiert werden kann.

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